Willkommen in der von Zombies besetzten Welt! Wir beginnen frisch in Atlanta nach Staffel 5 ! Alles ist offen und alles kann geschehen, auch mit den Seriencharakteren! Wir freuen uns über jeden von euch! : ) Ihr könnt euch gerne Bewerben! > Wir haben frisch eröffnet! ^-^
#1

Dickicht

in Wald 31.03.2015 21:10
von Daryl Dixon • 511 Beiträge




“They call you heartless, but you have a heart and I love you for being ashamed to show it.”
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#2

RE: Dickicht

in Wald 27.10.2015 21:17
von Rath • 52 Beiträge

FIRST POST

Pitsch, pitsch, pitsch, tropfte Blut aus seinem Mundwinkel auf den mit Laub übersäten Boden. Rath hatte sich vor Hunger von innen in die Wange gebissen. Es tat ihm nicht weh. Wie auch. Eine Millionen Gedanken schossen dem Zombie durch den Schädel und für einen Moment, rauchten seine vergammelten Zellen. Wie beschaffte man sich schnell was zu essen. Seine stechend grünen Augen huschten über den Waldboden. Ein Tier. Er brauchte schnellstens ein Tier.
Der Hunger fraß sich durch seine Knochen, sodass er spürte, wie er zunehmend Wahnsinnig wurde. Schnellstens brauchte er frisches warmes Blut und Fleisch zwischen den Kiemen. Rath saß hoch oben auf einem der Bäume und überwachte den Boden. Klar, er war ein halber Beißer... aber er hatte einige Gefährlichen Atribute an sich, die ihn zu einer größeren Bedrohung machten.
Dennoch war er kein Feindseeliger Kerl. Meist jagte er Tiere. Die taten es auch und es wurde einem nicht wenns blöd lief in den Kopf geschossen. Darauf verzichtete er für gewöhnlich. Es tat weh. Einmal hatte er es seither erlebt. Danach hatte er ersteinmal sein Oberteil wechseln müssen, da es vollgeblutet war. Sehr lästig.
Man musste ersteinmal etwas passendes zum anziehen finden, in dieser Apokalypse. Aber was für ihn tatsächlich ein Segen war, war vor ein paar Wochen die Leiche... die auf dem Highway gelegen hatte. Denn diese hatte einen Rucksack dabei gehabt, in dem Panzertape gelegen hatte. Das half ihm seine Arme und Beine zu stabilisieren und ihn windschnittiger zu machen. Das machte ihn zu einem noch effektiveren Jäger. Auch so war er talentiert. Er konnte schleichen und machte keine unnötigen Beißergeräusche, die ihn eventuell verraten könnten. Die Sonne stand senkrecht am Himmel, jedoch schützten ihn die Kleider vor den lähmenden UV Strahlen.
Nachdenklich umschlossen Rath's zitternde Finger den dürren Ast auf dem er saß, während seine Augen weiterhin den Boden absuchten. Doch was war das? Blut?, schoss es ihm durch den Kopf, als ein feiner dünner Duft die Luft durchzog. Doch, das war eindeutig Blut. Er schwang sich von Ast zu Ast und hielt inne, als er ein verletztes Reh sah. Es ... roch fast so intensiv wie Rath selbst. FLEISCH!!!!, schoss es ihm durch die untoten Gehirnzellen und er hielt in der Bewegung inne. Langsam setzte er sich in Bewergung und kletterte lautlos hinab, dann hing er sich mit den Kniekehlen an den Ast und packte das Tier. Vielleicht hatte er ja Glück und er musste nicht sich selbst fressen, um diese Nacht zu überleben. Rath seufzte leise auf. Irgendwie fühlte er sich nicht gut und das obwohl es hier um etwas zu essen ging... Aber woran lag es dann? War das tatsächlich schlechtes Gewissen? Vermutlich. Erst als er ein Knackn im Dickicht unweit von sich selbst hörte, sah er auf und hielt in der Bewegung inne. Ist das ein Artgenosse oder ein Mensch?, fragte er sich insgeheim und sah sich in alle Richtungen um. Er ging auf Nummer sicher und schwang sich wider den Baum hinauf. Immerhin hatte er keine Lust, ins Kreuzfeuer von Menschen zu geraten.

@Stella Carlino


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#3

RE: Dickicht

in Wald 27.10.2015 21:42
von Stella Carlino • 130 Beiträge

First Post

Stella blinzelte in die Sonne, die durch die Blätter schien und gähnte herzhaft. Sie war müde, dreckig, hungrig und dachte die ganze Zeit über nur an saftige Steaks. Porterhouse. Medium. Mit diversen Dips und mindestens 15 Kilo Fritten. Ooooh.... Laut knurrte ihr Magen, dass sie glaubte, der ganze Wald musste es gehört haben. Früher hatte sie sich das freiwillig angetan. Da hatte sie eine Fastenwoche eingelegt um ihren Körper zu entgiften. Könnte sie die Zeit zurück drehen, dann würde sie sich selber dem Mittelfinger zeigen und alles ungesunde in sich rein stopfen. Leider besaß sie die magische Halskette von Hermine nicht und litt weiter Hunger.

Ihr Vorrat hatte sich dem Ende geneigt und sie hatte lediglich ein paar sehr trockene Kekse im Rucksack, die sie aber für den absoluten Notfall behalten wollte. Immerhin war sie noch im Wald und sporadisch hatten die Beißer ein paar kleinere Nagetiere übersehen. Tapfer ging Stella weiter, aber der Hunger machte sie müde und somit stolperte sie über einen Ast. Mit der Hand konnte sie sich noch an einem Baum festhalten, sonst wäre sie der Länge nach und mit dem Gesicht voran hingefallen. "Stella Carlino! Jetzt reiß dich verdammt nochmal zusammen.", maßregelte sie sich selber und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht, die sich aus ihrem Zopf gelöst hatte.

Etwas weiter entfernt nahm sie Bewegung wahr. Sie blinzelte und schon war es weg. Die Sonne spielte ihr eindeutig Streiche und war im Begriff unter zu gehen. Zeit sich einen Unterschlupf für die Nacht zu suchen oder irgendwas zu bauen. Ein weiteres Mal blickte Stella in die Richtung, wo sie die vermeintliche Bewegung wahrgenommen hatte und entdeckte diesmal was anderes. War das ein Kadaver? Veilleicht war das Tier noch nicht allzu lange Tod? Sofort setzte sie sich wieder in Bewegung und staunte nicht schlecht als sie das tote Reh vor sich liegen sah. Sie war kein Tierexperte, aber durch ihre Arbeit in der Mordekommission hatte sie Ahnung über die verschiedenen Stadien des Verwesungsprozess und dieses Tier hier, war noch nicht allzu lange tot. Perfekt!

Sie würde sich einen guten Batzen Fleisch abschneiden und den Rest der Natur überlassen. Immerhin konnte sie nicht alles tragen. Mit leichtem Gepäck reiste es sich bekanntlich leichter. Aus einem Schaft an der Hüfte zog sie das Survivalmesser und setzte an. Das sie nicht alleine war, hatte sie nicht bemerkt, denn immerhin blieben die meißten Beißer auf den Boden. Auch wenn andere Reisende diverse Horrorstorys erzählten, die sie als Ammenmärchen abtat. Dennoch schlug ihr Cop-Instinkt aus. Nicht wirklich Alarm, aber es war ein leichtes drücken im Hinterkopf und sie wurde das Gefühl nicht los, dass man sie beobachtete. Der Griff um den Schaft wurde fester. Sollte derjenige nur kommen. Niemand legte sich mit Stella Carlino an, sprach sie sich Mut zu, während ihr Herz schneller zu schlagen begann.

@Rath


Carpe Diem

zuletzt bearbeitet 27.10.2015 21:43 | nach oben springen

#4

RE: Dickicht

in Wald 28.10.2015 17:11
von Rath • 52 Beiträge

Rath sah eine Frau kommen, eindeutig ein Mensch, die das liegende Reh natürlich als geladene Malzeit ansah. Das gefiehl dem untoten nicht. Aber er riss sich zusammen, denn der Drang sich zu wehren erstickte ihn beinahe.... Wenn es möglich war, vermied er es, Menschen zu töten. Immerhin gab das meist nur ärger und irgendwas in ihm widersrtebte dem essen von Menschen, auch wenn sie noch so lecker schmeckten. Es war ein wenig zu vergleichen mit dicklichen Menschen und einer Tafel Schokolade. Man wusste eben, dass man sie nicht essen sollte, auch wenn sie super lecker schmeckt. Das wurmte ihn.
Vor allem, weil sie sich etwas von SEINEM Reh mitnahm. Aber dummerweiße, war das gar nicht seins. Es gehörte dem Wald. Nicht ihm. Das....ist meins..., schoss es ihm durch seinen kaputten Kopf und seine Finger umschlossen den Ast auf dem er saß ein wenig fester. Nein....ich....ich greif nicht an. NIEMALS NEIN!!!!, schrie er sich im Gedanken an, in der Hoffnung, sein Körper würde ihm gehorchen. Doch er schaffte es nicht. Sein trieb, seine Beute zu beschützen, war größer und siegte über das letzte bisschen Hirn, dass in seinem untoten Kopf noch aktiv war. Er sprang mit einem riesigen Satz vons einem Ast hinunter und landete über seinem Reh.
Dennoch presste er die Finger zusammen, dicht in die Erde hinein, um sie nicht an zu greifen. "RAAAHHHHW", fauchte er sie an und schnappte sich mit einer Hand den Huf des Rehs, wobei er es rückwärts zog. Dann hielt er inne. Er ließ das Reh unter seinen Füßen liegen und richtete sich auf, sodass er gebeugt vor ihr stand. Er tat nichts, außer unter seiner Kaputze zu ihr zu linsen und sie mit seinen stechenden Augen an zu sehen. Vielleicht hatte das ausgereicht um ihr klar zu machen, dass es seine Beute war. Ich werde sie nicht töten. Ich tu ihr nicht weh. Ich hab nur hunger...., dachte er sich insgeheim, in der Hoffnung, dass sie ihn nun nicht angriff deswegen.
Aber er würde es ihr auch nicht übel nehmen. Immerhin war er ein Zombie und auch sie hatte bestimmt allerlei Scheiß durch gemacht, sodass sie misstrauisch oder gar ängstlich sein musste. Die Frau konnte ja schlecht ahnen, dass er ihr nichts tun wollte und sprechen, konnte er noch nicht, auch wenn er in der Lage wäre, es zu lernen.... mit VIEL Geduld und NOCH MEHR Übung....
Nun stand er da. Gebeugt, noch immer etws größer als sie, hielt die Hände angriffsbereit und ließ sein schweres Atmen, mit den Tönen des Waldes verschmelzen.

@Stella Carlino


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#5

RE: Dickicht

in Wald 28.10.2015 17:45
von Stella Carlino • 130 Beiträge

Das Gefühl, dass sie unter Beobachtung stand, ließ sie nicht los. Darum ließ sie ihren Blick langsam von rechts nach links wandern. Es war alles ruhig. Noch nicht mal ein Vogel zwitscherte, wenn sie überhaupt noch lebten. Lediglich der Wind strich durch das Geäst und die Blätter verursachten eine leises Rascheln. Nichts. Aber warum ließ sie dieses Gefühl nicht los? War ihr nun doch der Jahrelang antrainierte Cop-Instinkt abhanden gekommen? Wieder knurrte ihr Magen. Scheiß drauf. Der Hunger siegte noch vor die Vernunft. Sie stellte ein Bein auf den Kadaver und wollte gerade mit dem Messer ausholen, als etwas aus dem Baum fiel und fast geräsuchlos auf dem Boden landete.

Herzinfarkt! Erinnerte sie irgendwie daran, als sie das erste Mal Silent Hill noch auf der Playstation 1 gespielt hatte und dieses wiederwärtige Vieh im Kanal von der Decke fiel und sie Angriff. In dem Moment hatte sie das Joypad in den Fernseher geworfen und hatte schreiend den Raum verlassen. Genauso fühlte sie sich jetzt. Sie hatte mit ALLEM gerechnet, aber nicht mit einem Angriff von oben. Sofort schnellte ihr Puls in die Höhe. Das Herz raste. Jede Menge Endorphine wurde freigesetzt und rasten nun durch ihre Venen. Der Schreckensschrei blieb ihr in der Kehle stecken und lediglich ein Keuchen kam über ihre Lippen. Das Reh rutschte von ihr weg. Es war doch tot? Sie hob ihr Messer und war bereit für die Verteidigung, doch ein Winkel ihres Hirns realisierte, dass der Zombie, Mensche oder was auch immer, dass Reh am Huf gepackt hatte und zu sich gezogen hatte.

RAAAHH? Hat er sie gerade ernsthaft angeknurrt? Irgendwas lief hier doch völlig verkehrt, dennoch wurde sie nicht unvorsichtig. Der geschulte Polizeiblick ließ sie sofort erfassen, dass es mindestens 2 Köpfe größer war als sie. Dann war seine Kleidung bandagiert und teileweise mit Blut besudelt. Mehr konnte sie leider nicht erkennen, da die Kapuze zu tief ins Gesicht gezogen war. Brauchte sie auch nicht, denn dieser kurze Moment hatte gereicht, dass es sich wieder bewegte. Sein Blick traf ihren und das war dann doch zu viel des Guten. Das Blut gefror in ihren Adern und eine Gänsehaut überzog ihre Haut. Die Klinge des Messers war zu kurz, somit hätte sie sich dem es nähern müssen. Darum ließ sie es fallen, schnappte sich den dicken Ast, der auf dem Boden lag und holte damit aus. Sie stieß auf Wiederstand. Ob sie was getroffen hatte oder nicht, war ihr gerade völlig egal, denn sie schnappte sich nur noch das am Boden liegende Messer und machte sich aus dem Staub.

Aufgrund von Hunger und Durst war ihre Kondition nicht gerade die Beste und schon bald stoppte sie. Sie schnappte nach Luft. Was zur Hölle war das? So etwas hatte sie bis jetzt noch nie gesehen. Diese Augen. Ob es sie verfolgte? Stella horchte, aber nichts dergleichen geschah. Aber ein Beißer hätte sie definitiv verfolgt. Aber das Reh.... Vielleicht sollte sie zurück gehen. Vielleicht war es auf lange Sicht die Gelgenheit um an Nahrung zu kommen und sie hatte diesen Moment verstreichen lassen, weil sie sich von einem riesigen Zombie in die Flucht hat schlagen lassen. Okay, er war ja auch riesig. Selbst in gebeugter Haltung hatte er sie überragt. Du hast eine Pistole! Aber das würde andere Beißer anlocken. Dann halt Hunger! Okay. Sie steckte das Messer weg. Zog ihr Walther P99, entsicherte sie und zielte damit in die Richtung, die sie einschlug. Nach wenigen Meter erreichte sie das Reh und das was auch immer. Sie pfiff durch die Zähne. "Hey! DAS ist MEIN Reh!", rief sie und zog den Hahn der Pistole.

@Rath


Carpe Diem

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#6

RE: Dickicht

in Wald 28.10.2015 18:25
von Rath • 52 Beiträge

Die Reaktion des Menschen verunsicherte ihn doch ein wenig. Wieso schoss sie nicht? Wieso griff sie ihn nicht an oder schrie wenigstens? Sie....hat Angst...., dachte er sich und für einen Moment packte ihn das schwammige schlechte gewissen. Gerade als er ihr das Reh wieder hinschieben wollte, packte sie einen Ast und schlug damit nach ihm.
Rath fauchte und wehrte diesen mit dem Handrücken ab. Das war gemein!, dachte er sich und seine Miene wurde grimmig. Also bekam er doch was er verdiente. Schläge? Schüsse? Messerstiche? Nein. Nichts dergleichen. Sie machte sich aus dem Staub. Rath sah ihr ein wenig verwundert hinterher und legte leicht den Kopf schief. Das alles war doch recht sonderbar gewesen, entsprach aber im großen und ganzen dem Muster der Menschen, die er kannte. Angst, Schock, Panik und zuletzt entweder Gegenwehr oder Flucht. Hier traf eindeutig letzteres zu. Aber das half ihm auch nicht weiter.
Er ließ tatsächlich ein Schnaufgeräusch ab, was dem eines menschlichen Seufzen sehr nahe kam. Dann ließ er sich in die Hocke nieder und biss ins Reh. Es schmeckte saftig und frisch. Perfekt, um satt zu werden. Es tat unheimlich gut. Das Blut rann ihm den Mundwinkel hinab, aber bis auf diese Tatsache, aß er recht zivilisiert, nidem er sich die Stücke mit den Fingern abmachte, die leicht zitterten. Er hatte seit Wochen nichts mehr richtiges gegessen und Pflanzen tatem ihm weh im Bauch, sodass er sie meist wieder ausspucken musste. Es half eben alles nichts. Er war eben, was er war. Aber hey, immerhin hatte er noch ein Teil seines Hirns und seiner menschlichkeit behalten. Ich muss stoppen.
Sie will auch! Aber....ich habs angebissen. Ist es nun nicht infiziert?
, schoss es ihm durch den Kopf und er schüttelte schnell den Kopf. Er sollte ihr wenigstens die Chance bzw. die Wahl lassen, wenn er sie schon so erschreckt hatte. Daher wollte er grade ablassen, als er hinter sich Schritte hörte, dann ein knacken im Unterholz und grade als er sich umdrehte, hörte er die Stimme der Fremden. "Hey! DAS ist MEIN Reh!",, rief sie und Rath zögerte. War das das klicken der Pistole? Würde sie schießen, bedeutete das eine Nacht lang Schmerzen. Darauf hatte er keine Lust. Daher trat er zurück und regte sich sonst nicht. Bis auf sein leises, kratziges Atmen, dass er sich noch nicht vom Menschsein abgewöhnt hatte.
Er blieb gebeugt stehen und wartete auf ihre Reaktion. Immerhin hatte sie nur angst und hunger. Das Gefühl kannte er. Daher entschied er sich, stilll zu halten. Auch wenn ihn eine innere Stimme dazu antrieb, seine Finger in ihr weiches fleisch zu graben und sie zu zerreißen, um sie anschließend zu fressen. Aber er widerstand diesem Trieb. Noch würde er nicht aufgeben und sein Menschsein fallen lassen. Noch war er standhaft genug, um nach zu denken, bevor er was tat und nicht wie die sabbernden anderen leichen, stupide durch die Weltgeschichte zu dröppeln.
@Stella Carlino


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#7

RE: Dickicht

in Wald 28.10.2015 19:17
von Stella Carlino • 130 Beiträge

Die Situation wurde immer skurriler. Durch das Hey! wollte sie lediglich die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und wenn das Monster auf sie zugeschwankt käme, dann einfach erschießen. Jedoch tat er ihr diesen Gefallen nicht. Es wurde noch merkwürdiger. Er ließ von dem Reh ab, ging auf Abstand, wobei er seine gebeugte Haltung beibehielt und wartete. Wartete? Nervös zuckte ihr Finger am Abzug. Die weibliche Seite in ihr schrie SCHIESS! ER WIRD DICH SONST FRESSEN!, aber der Cop in ihr dachte rational Das ist kein Beißer. Aber was war es dann? Sollte sie der Frau in sich dem Vorzug geben? Oder dem Cop?

Der Cop siegte und sie senkte die Waffe. Das Klicken verriet, dass sie den Hahn wieder nach vorne schob,. Dennoch war sie nicht wahnsinnig und behielt die Waffe in der Hand. "Wer bist du?" Die Frage war doch Gerechtfertigt. "Oder sollte ich besser sagen, was bist du?" Sie musterte ihn... es.... er... Ach, das verwirrte sie alles viel zu sehr. Der Körperbau war definitiv männlich. Vom Alter her war er schwer einzuschätzen, aber auf keinen Fall älter als 30. Aber wetten würde sie nicht darauf. Ihr Blick ruhte weiterhin auf sie, doch er verharrte in dieser Stellung. Was er auch war, er war keines dieser Dinger. Ansonsten hätte er schon längst versucht sie anzufallen.

"Kannst du reden?" Was für eine banale Frage. Doch was sollte sie sonst fragen? Sie versuchte unter den Rand der Kapuze zu linsen, dann ließ sie es doch sein. Ihr fielen diese Augen wieder ein und sie schüttelte sich innerlich. Stella versuchte die Situation zu analysieren und wurde das Gefühl nicht los, dass er das Reh mit ihr teilen wollte. War das so? "Du gibst mir freiwillig was ab?" Sie wartete auf eine Reaktion, da aber nichts kam, zog sie ihr Messer und versenkte es in eine nicht angeknabberte Stelle. Er musste sehr hungrig sein, wenn er das Fleisch roh aß. Sie mühte sich ab ein großes Stück Fleisch aus dem Kadaver zu schneiden. Sie war nunmal kein Metzger, aber für sie würde es reichen. Doch dann kam sie auf eine Idee. Ein Test. Sie reichte das abgeschnittene Stück dem Jungen (?) vor sich. "Für dich."

@Rath


Carpe Diem

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#8

RE: Dickicht

in Wald 28.10.2015 21:03
von Rath • 52 Beiträge

Rath wunderte sich über ihr Verhalten und wusste nicht so Recht, was er tun sollte. Sie überforderte ihn. Wieso blieb sie nicht weg? Wieso nahm sie sich nicht das Reh und verpisste sich, wie all die anderen Menschlein? Wieso sah sie ihn fragend an?
Doch als sie ihre Waffe sinken ließ, war Rath es, der verwundert den Kopf schief legte. Wieso in aller Welt, schoss sie nun nicht auf ihn? Sie hatte doch freie Schussbahn. Oder nicht? Hab ich was im Gesicht? Oder wieso schießt sie nicht?, ing es ihm durch den Kopf und er merkte das zögerliche Kribbeln in seinen Fingern, dass ihn dazu anregte zu töten. Doch er tat es nicht. Wieso konnte er nicht feststellen. Immerhin war er auch nur ein halber Zombie. "Wer bist du?" , fragte sie ihn dann und machte eine kurze Pause, bevor sie noch etwas hinzufügte. "Oder sollte ich besser sagen, was bist du?"
Rath zögerte. Ich kanns ihr ja schlecht sagen...was jetzt?, schoss es ihm durch den Kopf, doch er beließ es dabei und wartete einfach ab. Immerhin konnte er nichts groß tun außer leise zu knurren, während er sich darüber ärgerte, dass er nichts tun konnte. Sie lag mit ihren Einschätzungen ja auch nicht ganz falsch. Aber derjenige, der hinter diesem Zombiegesicht steckte, war kaum mehr vorhanden. Endlich fiel eine Ja/Nein Frage, auf die er reagieren konnte. "Kannst du reden?", fragte sie ihn und er schluckte kurz, noch immer das Blut im Gaumen schmeckend. Dann nickte er deutlich und sah sie weiterhin ruhig an. Als sie versuchte unter den Rand der Kaputze zu linsen, musste Rath doch beinahe grinsen. Was war das für ein komisches Gefühl?
Sien Magen brannte und er spürte, wie ihm übel wurde und er sich unwohler fühlte. Aber zeitgleich, wollte er mehr davon spüren. Er kannte dieses Gefühl...aber woher? Von früher? Auf einmal begann sein Kopf weh zutun, doch er ließ sich nichts anmerken. "Du gibst mir freiwillig was ab?", sagte sie dann und er nickte. Immerhin schien sie auch hunger zu haben. Sie soll ja wie ich, nicht über Nacht verhungern...das wäre nicht fair...., dachte er sich und zuckte leicht mit seinen Fingern, die noch immer dazu bereit waren zu töten. Auf einmal griff sie nach dem Reh und schnitt dort etwas unbeholfen ein großes Stück raus. Doch was sie dann tat, verwunderte ihn. Sie hielt es ihm hin. "Für dich.", sagte sie knapp und er zuckte leicht mit dem Mundwinkel. Dann schüttelte er den Kopf, hob laaaangsam, beinahe in Zeitlupe die Hand an und zeigte auf das Rehfleisch. Dann fuhr er mit dem Finger zu ihrem Gesicht, gaaanz langsam, noch immer so, dass sie eingreifen konnte, wenn es ihr zu fiel wurde.. und tippte hauchzart ihre Lippen an. Sie waren weich....sehr weich...nicht wie seine, spröde und untot.... aber sie war auch noch am Leben. Er konte ihren Herzschlag und ihre Venen pulsieren hören. Wieder zuckten seine Finger und er zog seine Hand schnell zurück, wobei er einen Schritt zurück und in die Hocke hinunter ging. Er riss sich zusammen.... Du darfst sie nicht fressen .... DU DARFST SIE NICHT FRESSEN RATH!, er stockte. Rath? War das sein Name? Wieso erinnerte er sich jetzt daran? Verwirrt starrte er den Boden an und nahm die Dame erst gar nicht mehr wahr, bevor er langsam zu ihr hoch sah.

@Stella Carlino


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#9

RE: Dickicht

in Wald 29.10.2015 11:27
von Stella Carlino • 130 Beiträge

Stella versuchte noch immer aus der Sitauation und vor allem aus dem er, sie, es... was auch immer schlau zu werden. Aber sie hatte sich innerlich mit dem Cop geeinigt, dass es ein er war. Auf offene Fragen reagierte er nicht, als sie jedoch eine geschlossene stellte, bekam Bewegung in die Sache. Er nickte. Wow! Sie war so überrascht, dass ihr Herz für einen kurzen Moment aussetzte. Wenn das weiter so ging, dann würde er sie alleine durch seine physische Präsenz umbringen. Es wurde noch besser. Auf ihre zweite geschlossene Frage, reagierte er erneut mit einem Nicken. Er verstand sie. Hoffte sie zumindest.

Ihr Test war der Höhepunkt aller Herzattacken, denn als sie ihm das Stück Fleisch reichte, schüttelte er den Kopf und hob unendlich langsam seine Hand. Was hatte er vor? Wollte er sie nun doch umbringen? War das alles eine Art von Spiel? Ihr Herz raste in ihrer Brust und sie glaubte, dass es jeden Moment zerspringen würde. Sie versuchte weiterhin normal zu atmen, doch wenn man genau hinsah, hatte sich ihre Atmung beschleunigt. Dann berührte er ihr Lippe. Es war ein kurzes antippen. Kalt war dieser Finger und aschfahl die Farbe seiner Haut. Sie würde gleich einfach in Ohnmacht fallen. Sie wusste es, aber war überrascht, dass sie die Berührung zugelassen hatte. Warum hatte sie das getan? Es war die Art seiner Bewegung. Er hatte es dermaßen langsam getan, dass sie es hätte abwehren können.

Doch ehe sie reagieren konnte, zog er sich zurück und ging wieder in die Hocke. Sie schenkte ihm ein warmes und fürsorgliches Lächeln. Ihr Herzschlag normalisierte sich. Nein, er war keine Gefahr. Er hatte mehr als einmal die Gelegenheit gehabt um sie zu töten, aber sie lebte noch. Zudem teilte er das Reh mit ihr. Etwas tief vergrabenes fing in ihr an zu rumoren. Etwas was sie nach dem Tod ihrer kleinen Tochter Emma unter Schichten von Selbstverleumdung vergraben hatte. Schnell versuchte sie es auszuschalten und widmete sich wieder dem Reh. "Ich nehme mir zwei Stücke und den Rest kannst du haben.", bot sie ihm an und machte sich wieder ans Werk.

Nachdem weitere zwei Stücke aus dem Kadaver getrennt hatte, ging sie zwei Schritte zurück, um zu zeigen, dass sie fertig war. "Ich mache mir ein Feuer. Möchtest du dein Fleisch auch gebraten haben?" Ob er wusste was sie meinte? "Braten? Feuer? Ach, ich zeig es dir." Sie schichtete Holz auf, davon gab es im Wald ja mehr als genug, und entfernte die Blätter. Das würde nur unnötig qualmen. Mit dem physikalischen Gesetz der Reibung entfachte sie ein kleines Feuer. "Mittlerweile habe ich es drauf. Am Anfang habe ich mich wie der letzte Mensch angestellt.", gab sie zu. "Ich war so ungeschickt, aber ein netter alter Mann hatte es mir gebracht." Sie spießte das Fleisch auf und steckte es in Schräglage über das Feuer. "Oder besser gesagt, er hatte die nötige Geduld mit meiner Unfähigkeit zurecht zu kommen." Bei dem Gedanke musste sie grinsen. Warum erzählte sie ihm das eigentlich? Nach der langen Zeit der Einsamkeit war es schön jemanden zu haben, der anscheinend einen verstand, auch wenn sie sich noch immer nicht sicher war, was mit dem Fremden los war und ob sie ihre Zutrauchlichkeit am Ende nicht bereuen würde.

@Rath


Carpe Diem

zuletzt bearbeitet 29.10.2015 11:30 | nach oben springen

#10

RE: Dickicht

in Wald 29.10.2015 15:38
von Rath • 52 Beiträge

Rath erschauderte. Alles in ihm war total durcheinander und irgendwie verwirrte ihn alles. Ja. Er war ein er. Auch wenn er sich kaum an sich erinnerte, wie er war, bevor er sich verwandelt hatte. Wie konnte er auch ahnen, dass er sich selbst ein Mittel spritzte, dass vielleicht mit etwas mehr Entwicklungszeit ein Gegenmittel gewesen wäre. Das er alle hätte retten können.
Wer...war ich...und wieso...will ich Menschen fressen?, schoss es ihm durch den Kopf und er schluckte heftig. Das alles quälte ihn dermaßen, dass er den Herzstopp der Dame beinahe überhört hätte. Doch dem war Gott sei Dank nicht so, denn so blickte er verwundert aus, als er ihre Lippen berührte und sich dann zurück zog.
Nun hockte er da, wollte sie am liebsten mit Haut und Haaren auffressen und war auch kurz davor. Seine Zombieseite schrie förmlich danach und das Verlangen wurde stetig größer.. Aber er widerstand. NEIN NEIN NEIN!, schrie er sich im innern an. Er musste wiederstehen.
Es kam nicht oft vor, dass er jemanden traf, der ihn nicht erschoss. Also zumindest was lebende Menschen anbelangte. Er konnte hören, wie ihr Herz sich normalsierte. Sie musste enorme Angst gehabt haben. Irgendwie tat ihm das leid, auch wenn er nichts wirklich falsch gemacht hatte. "Ich nehme mir zwei Stücke und den Rest kannst du haben.", sagte sie dann und Rath hob eine Augenbraue unter seiner Kaputze. Sie trennte zwei Stücke ab und bot ihm dann den Rest an. Dann stellte sie eine Frage, die ihm die Haare zu Berge stehen ließ. Gebraten?
Sah er so aus, als würde er sowas wollen? Aber sie konnte es ja schlecht ahnen, dass Zombies davon Bauchschmerzen bekamen. Woher auch. Nachdenklich sah er ihr zu, wie sie ein Feuer entfachte und er musste zugeben, dass die Flammen in ihm Respekt auslösten. Rath schüttelte auf ihre Frage hin nur den Kopf und begann den restlichen noch brauchbaren Teil des Reh's zu fressen.
Er aß aber nicht wie die anderen Beißer mit dem Mund, sondern hauptsächlich mit den Fingern, da er ja Krallen hatte. Es fiehl ihm also nicht schwer, es wie ein Hähnchen ab zu rupfen und sich munden zu lassen. Das erklärte auch, dass weniger Blut um seinen Mund herum, als auf seinen Fingern war. Er blickte dann und wann zu ihr rüber, als sie begann zu reden. Ja, auch er musste zugeben, dass Einsamkeit ziemlich scheiße war.
Er genoss es, ihr zu zu hören, auch wenn er nicht antworten konnte. Er dachte einen Moment lang darüber nach, wer wohl der alte Mann gewesen war, den sie eben erwähnt hatte. Aber er beließ es dabei, aß zuende und setzte sich dann zu ihr, jedoch mit Abstand zum Feuer. Es machte ihn ein wenig nervös. Auch wenn er nicht wusste, warum genau... Vielleicht hing das einfach mit den Naturtrieben zusammen, die ihn nun immer mehr umklammerten.

@Stella Carlino


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#11

RE: Dickicht

in Wald 29.10.2015 23:04
von Stella Carlino • 130 Beiträge

Wenn Stella gewusst hätte, was in Rath vorging und ein Teil in ihm nach ihrem Blut und Fleisch dürstete, hätte sie schneller die Beine in Hand genommen als man Blaubeerpfannekuchen hätte sagen können und hätte das Weite gesucht. Aber sie war kein Twilight Vampir und konnte somit auch keine Gedanken lesen. Was für diese merkwürdige Liason von Vorteil war. Somit wog sie sich in Sicherheit, sah dem Fleisch beim braten zu und plapperte munter weiter. Sie stockte noch nicht mal, als sie sah, dass er Krallen besaß. Jedoch lief ihr dabei ein Schauer über den Rücken. Wenn sie sich allein vorstellte, dass die Krallen.... STOP!!! Schnell wendete sie das Fleisch bevor sie sich eine Szene aus 'Wrong Turn' vorstellte.

Ihr Essen fing an zu brutzeln und Saft trat aus dem Fleisch. Der Geruch verteilte sich und fand einen Weg in ihre Nase, was dazu führte, dass ihr das Wasser im Mund zusammen lief. Gleich fing sie noch an zu sabbern. Erneut knurrte ihr Magen und sie sah, wie er sich bewegte und sich -natürlich im gebührenden Abstand vom Feuer- dazu setzte. Es war einfach kurios. Ob es sowas wie zwei Wesen in einem gab? Halb Zombie und Mensch? Stella, jetzt spinnst du aber, wies sie sich zurecht. Aber wie sollte man ihn sonst erklären? "Ich habe wirklich richtig Hunger.", sprach sie weiter. "Es ist schon eine Weile her, dass ich so was leckeres zu mir nehmen konnte." Sie strich sich über den Bauch und versucht somit ihren Magen zu vertrösten. Rohes Fleisch ging nicht. Dafür war sie noch nicht ausgehungert genug.

Ein Ast knackte im Feuer und versprühte Funken. Sie legte einen neuen nach. "Früher habe ich zu Weihnachten immer Rehrücken serviert. Dazu Apfelrotkohl, Knödel oder Kartoffelpüree in einer Preisbeelsoße und kandierte Maronen.... Ooooh. Ich sollte aufhören darüber zu reden. Davon bekomme ich nur noch mehr Hunger." Ihr Blick glitt wieder zu ihm. Die Kapuze verbarg vieles, lediglich sein Kinn lugte hervor. Was er wohl gerade dachte? "Hast du auch Weihnachten gefeiert?" Die Frage war doch okay. Immerhin konnte er ja einer Konfession angehören. "Ich bin katholisch. Meine ganze Familie ist es." Sie sagte nie 'war'. Solange sie keine Leichen sah, lebten noch alle, auch wenn ihr Unterbewusstsein davon ausging, dass bereits alle tot waren.

Doch das lies sie jeden morgen aufstehen und weiter machen. Der Gedanke, dass einer ihrer Liebsten da draußen irgendwo unterwegs war und ebenfalls nach ihr suchten. Das Fleisch zischte. "Ich glaube, dass sieht gut aus." Sie nahm ein Spieß und hätte beinah herzhaft rein gebissen und sich die Schnute verbrannt. Darum blies sie ein paar Mal, ehe sie es ein weiteres Mal wagte. "Hmmm....", Saft lief ihr aus dem Mundwinkel und über das Kinn. Sie lachte und wusch es sich mit dem Handrücken fort. "Sorry. Ich hoffe du hast verständnis dafür, dass ich mich wie ein kleines Schwein benehme." Sie ignorierte seine blutverschmierten Krallen und aß einfach weiter. "Köstlich. Möchtest du auch mal?"

@Rath


Carpe Diem

zuletzt bearbeitet 29.10.2015 23:07 | nach oben springen

#12

RE: Dickicht

in Wald 30.10.2015 03:46
von Rath • 52 Beiträge

Rath stockte, denn der Duft irritierte ihn ein wenig. Er kannte diesen Geruch, aber woher nur? Vermutlich hatte die Dame eine Menge Fragen, doch er würde nur bei Ja und Nein Fragen zur Stelle sein können, denn für alles andere, war er leider noch nicht in der Lage. Das sie weiter sprach und aß, störte ihn nicht. Denn er war bereits fertig mit essen, zog den Kadaver weit weg und kam dann wieder, dami die Beißer den Rest erledigen konnten und sie nicht stören würden.
Er moche einige Fleischregionen am Tier nicht, weswegen er diesen immer den anderen überließ, die nicht so wählerisch waren wie er. Sie mrumelte etwas davon, dass sie wirklich richtig hunger hätte. Dabei sah Rath sie nachdenklich an und legte dann den Kopf schief. Seine Haut, aschfahl, seine Glieder und Körperpartien, voller Kratzer und Wunden... seine Augen waren rund um den Augapfel wund gekratzt....
Er sah wirklich nicht aus, wie ein Kuschelfreund. Aber Rath würde ihr nichts tun. Er war nun satt und das reichte für ihn um weitere 2 Tage nichts jagen zu müssen. Auch wenn er noch mehr nicht ablehnte, wollte er sich abgewöhnen, zu viel zu fressen. Denn wenn die Tierwelt stetig abnahm, wurde es immer schwerer etwas zu beißen zu finden, dass kein halber Artgenosse war.
Gefangen zwischen Zombie und Mensch, war es für ihn seltsam, wenn er beides fraß. Aber irgendwie störte es ihn jedes Mal mehr, auch nur daran zu denken, einen Menschen zu essen. Vor allem, wenn dieser noch lebte. Es entrann seiner fleischigen Kehle ein leises Seufzen, während er sich in der Hocke, ihr Gegenüber niederließ und ihren Worten lauschte. Dabei sah er ihr aufmerksam beim Essen zu. Die Gefühle die dabei in ihm rumorten, konnte er nicht beschreiben.
Ihr zufriedenes Gesicht jedoch, stimmte ihn ebenfalls zufrieden und er wusste, dass er sich entspannen konnte. Ihre Angst schien größtenteils gewichen und so fühlte auch er sich Sicherer in der ganzen Sache hier. Klar zehrte sich ein Teil von ihm nach ihr. Aber er hielt es unter Kontrolle. Als ein Ast im Feuer knackte, zuckte er ruckartig zusammen, hatte er als Hunter doch ein äußerst sensibles Gehör, genau wie alle anderen Sinne auch. Er zuckte kurz mit den Fingern und entspannte sich wieder. Beinahe wäre er auf die Feuerstelle losgegangen, schiss vor Feuer hin oder her und hätte das Teil zerlegt.
Denn auch er, hatte oft einfach nur Angst oder war unsicher. Ja, er war stets eingepackt, um sich vor dem brennenden UV Licht der Sonne zu schützen. So konnte er auch am Tag aktiv sich bewegen und besser jagen, da doch der Großteil an Getier, am Tag unterwegs war. Als sie ihn etwas fragte, lenkte er seine gelben, fahlen aber stechenden Augen vom Feuer ab und sah zu ihr. "Hast du auch Weihnachten gefeiert?" , fragte sie ihn und er brauchte einen Moment lang, um sich zu besinnen.
Er erinnerte sich kaum noch, hatte er denn? Er legte leicht den Kopf schief. Doch er hatte Erinnerungen daran, was Weihnachten war, daher ging er einfach mal davon aus und nickte. Tatsächlich hatte Rath Weihnachten geliebt, als er noch gelebt hatte, auch wenn er dies meist alleine in seinem Labor verbracht hatte.
Sie begann zu essen und was sie ihn fragte, kam ihm komisch vor. "Sorry. Ich hoffe du hast verständnis dafür, dass ich mich wie ein kleines Schwein benehme." Er schüttelte schnell den Kopf und legte diesen sogleich wieder mit einer fragenden Miene im Gesicht etwas schräg. Wieso fragte sie ihn das, wo er selbst doch ebenfals aß wie ein Wildgewordener T-Rex auf Crack.
"Köstlich. Möchtest du auch mal?" , fragte sie dann und Rath sah sich das Teil genau an, wobei er langsam um die Feuerstelle herum ging und sich neben sie setzte, wieder in dem Thema, in dem sie jederzeit hätte zurückweichen können.
Er näherte sich mit der Nase dem Spieß. Worran erinnerte ihn der Duft nur? Doch anstatt zu zu beißen, lehnte er sich wieder etwas zurück und schüttelte den Kopf. Irgendwas sagt mir, dass ich das nicht essen sollte...., dachte er sich dabei, wobei er eine Hand auf seinen Bauch legte. Dann sah er sie an und zum ersten Mal, seit er sich in einen Zombie verwandelt hatte, überkam seinen untoten Lippen tatsächlich ein Lächeln. Auch wenn dieses gleich wieder erlosch. Denn hinter der Dame knackte es im Gebüsch und ein Beißer torkelte nur einen Meter hinter ihr dort hinaus.
Rath reagierte Blitzschnell. Er machte mit seinen gut gebauten Beinen einen riesigen Satz, der dem eines angreifenden Wolfes vergleichbar wäre und landete mit den Füßen auf den Schultern des Beißers, um ihm den Kopf mit den Händen, per grober Handbewegung ab zu reißen. Er landete wieder auf dem Boden und schoss den Kopf des Beißers weeeeeit weg zurück in den Wald. Da kamen noch mehr. Ein, zwei.... Rath ließ sich nicht entmutigen. Er drehte den Kopf und sah über seine Schulter hinweg zu seiner neuen Bekanntschaft. . Sie soll in ruhe essen können, wie ich auch!, schoss es ihm durch den Kopf und sein Blick wurde entschlossen.
Er rannte auf den einen Beißer zu, trat dessen Kopf gegen einen Baum, sodass dieser zwischen seinem Turnschuh und er Rinde platzte. Dann griff er mit beiden Händen nach dem anderen Beißerkopf und zerquetschte diesen mit etwas Kraftaufwand. Den 3. der angetaumelt kam. Trat er per Tritt gegen den Brustkorb auf den Boden und zertrat dessen Kopf auf dem Boden. Der 4. kam von hinten. Er hatte ihn tatsächlich zu spät bemerkt. Doch Rath stellte sich in dessen Weg, als dieser auf Stella zutorkelte. Der Beißer fand das nicht sotoll, weswegen er kurzerhand in Rath's Schulter biss. Der Schmerz zuckte durch ihn durch und ihm entrann ein trockenes "ARGH" , aus seiner Kehle. Er Stach mit seinen Krallen durch dessen Augen und tötete diesen, sodass dessen Körper leblos zu Boden fiel.
Dann lauschte er mit nach vorn gebeugter Haltung in den Wald hinein. Seine FInger pulsierten... Töten... noch mehr töten?, schoss es ihm durch seine Gedanken und er war in einer Art Rausch gefangen. Nein. Bis auf das Knistern des Feuers, war absolut nichts mehr zu hören. Er drehte sich langsam zu ihr um. Der Rausch schwand und er realisierte erst jetzt wirklich, was er gerade getan hatte. Er war Blutverschmiert. Das hieß, nochmehr als sonst....
Aus der Wunde an seiner Schulter, sickerte beinahe schwarzes Blut, aber er spürte den Schmerz zshcon gar nicht mehr. Ihn plagte etwas anderes. Etwas bedeutsameres. Er sah an sich hinab... Ob sie nun Angst vor mir hat?, dachte er sich mit einem Mal und irgendwas hemmte ihn daran, zu ihr zurück zu gehen....

@Stella Carlino


zuletzt bearbeitet 30.10.2015 03:46 | nach oben springen

#13

RE: Dickicht

in Wald 31.10.2015 09:53
von Stella Carlino • 130 Beiträge

Das Fleisch war so zart und köstlich, dass Stella darauf achten musste, nicht zu viel davon zu essen. Das war ihr beim letzten Mal passiert, als sie so lange fasten musste und dann ein kleines Wildschwein erlegen konnte. Sie hatte sich überfressen. Die Folgen waren Bauchschmerzen, Übelkeit und am Ende hatte sie sich übergeben. Darum wollte sie nur die Hälfte essen. Den Rest war für die nächsten 1-2 Tagen. Danach wäre das Fleisch sowie hinüber, obwohl sie es gebraten hatte. Aber so war das nun mal mit verderblicher Ware.

Als ihr neuer Begleiter wegem dem knackenden Ast zuckte, ließ auch sie zucken. Nicht weil sie Angst vor ihm hatte, denn die hatte sie bereits abgelegt. Ihr Cop-Instinkt teilte ihr mit, dass er gefährlich war, aber sie nicht töten wollte. Davon war sie langsam mehr und mehr überzeugt. Es lag an der plötzlichen und schnellen Reaktion. Die ganze Zeit über hatte er still in der Nähe gehockt und sie beobachtet. Nachdem die erste Welle nachgelassen hatte, musste Stella leise lachen. "Du hast mich erschreckt.", sagte sie und aß weiter.

Seine äußere Erscheinung entging ihr nicht und verursachte einen weiteren Schauer. Was war nur mit ihm passiert? Und warum war er nicht wie die anderen? War er ein Versuchskaninchen und vielleicht sogar Patient 0? Kam von ihm die Krankheit? So etwas wie ihn hatte sie noch nicht gesehen, obwohl die Apokalypse schon eine ganze Weile her war. Jedoch war er die Bestätigung für die Horrorgeschichten, die sie von anderen gehört hatte und es als Ammenmärchen abtat.

Als sie ihm das Stück Fleisch hin hielt, kam er näher zu ihr und schnupperte daran. Sie hielt den Spieß ruhig und musterte ihn genauer. Oh Gott! Er musste noch jung gewesen sein, als ihm das wiederfahren war. Lag sie mit ihrer ersten Einschätzung nicht allzu weit von der Realität entfernt. Seine Hand wanderte zu seinem Bauch. So wie sie es eben getan hatte. "Was bist du?" Sie wusste, dass sie auf diese Frage keine Antwort erhalten würde. Dann knackte es im Unterholz. Sofort war sie ganz der Cop und in einer einzigen fließenden Bewegung hatte sie das Fleisch fallen gelassen, war aufgestanden und hatte zeitgleich ihre Waffe gezogen.

Ehe sie realisieren konnte, dass mehrere Beißer auf sie zu schwankten, machte er einen riesigen Satz und landete auf den Schultern des ersten Beißers. So schnell konnte sie nicht beobachten, wie ihr neuer Freund sich um die Untoten kümmerten. Sie war erstaunt über die Kraft und wie effizient er vorging. Er ging nicht gerade zimperlich mit ungebetenen Gästen um. Eigentlich war er ziemlich brutal. Es erschreckte und faszinierte sie sogleich. Sie senkte die Waffe nicht und wollte ihm helfen. Obwohl sie ihn gerade erst kannte, sorgte sie sich um ihn. Sie wollte ihm helfen. Doch als sie endlich einen ins Visier genommen hatte, landete dieser Zombie auf dem Boden und zertrat mit einem matschenden Geräusch den Schädel. Die Reste von Gehirn und Augen quollen hervor. Schön war der Anblick nicht. Doch man stumpfte tatsächlich ab. Darum nahm sie auch nicht panisch reiß aus, als er sein Werk vollbracht hatte und alle Beißer auf bestialische Weise den Segen geben hatte. Das war es für Stella. Denn alle kamen wieder. Das hatte sie auch schmerzlich erfahren müssen, als ihr Partner in ihrem Armen starb und kurz darauf versucht hatte sie zu fressen. Darum war es ein Segen, wenn man endgültig in das Totenreich wechseln konnte.

Stella noch immer am Feuer und hielt die Pistole in ihren Händen. Ihr Blick ruhte auf ihn. Würde sie die nächste sein? Verdammt, Stella. Jetzt reiß dich mal zusammen! Sie steckte die Waffe wieder zurück in das Beinholster, kramte nach einem 1. Hilfe Paket, was sie mal in einem Auto gefunden hatte, und ging zu ihm. Ui, er war verdammt groß und sie musste zu ihm aufschauen. Wahnsinn! Er war mindestens fast zwei Meter groß, wenn nicht noch mehr. "Du bist verletzt." Das war keine Frage, sondern eine Feststellung. "Zeig mal." Sie griff nach ihm und zog ihn in eine Stellung, wo sie sich Wunde genauer ansehen konnte. Es war das erste Mal, dass sie sich berührten. Fast schwarzes und geronnens Blut verließ die Wunde. Sie zog die Brauen zusammen. Das war merkwürdig. Geronnens Blut gab es nur bei Toten. Würde sich dann die Wunde überhaupt entzünden? Sie hatte noch so viel über ihn zu lernen, aber sie war gerne bereit das zu tun. Dieser junge Mann hatte ihr nicht nur einen riesigen Schrecken eingejagt.... Nein, auch ihre Neugierde geweckt. Vielleicht konnte er ein Baustein für die Lösung sein. Wer wusste das schon?

Auch wenn die Mullbinde vielleicht vergeudet war, reinigte sie die Wunde so gut es ging und verband sie sanft. "Wirst du jetzt einer von ihnen?", fragte sie und sah ihm direkt in die Augen. "Ich muss das Wissen, sonst müssen sich hier unsere Wege trennen." Sie klebte das Ende der Mullbinde fest. "Das sollte deinen sportlichen Aktivitäten standhalten." Sie lächelte und griff nach seiner Hand. Die Krallen flösten ihre Respekt ein. "Danke.", sagte sie ehrlich und schenkte ihm einen warmen Blick. Dann ließ sie ihn los und machte mit dem Fuß das Feuer aus. "Das dürfte die Beißer angelockt haben.", sagte sie und packte das restliche Fleisch ein. Dann schulterte sie ihren Rucksack. "Ich brauche einen Unterschlupf für die Nacht.", erklärte sie. "Ich möchte nicht im freien schlafen, aber...", kurz stockte sie. "Verwandelst du dich? In eines dieser Dinger da?"

@Rath


Carpe Diem

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#14

RE: Dickicht

in Wald 18.11.2015 08:39
von Stella Carlino • 130 Beiträge

<<< Play wird ins NP verlagert! Somit ist dieses Thema wieder bespielbar!
@Rath


Carpe Diem

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